Microsoft denkt beim Xbox Game Pass offenbar um: Ein internes Memo spricht von zu hohen Preisen, während Experten ein werbefinanziertes Modell erwarten. Steht dem Abo-Dienst ein radikaler Wandel bevor?
Microsoft denkt beim Xbox Game Pass offenbar um: Ein internes Memo spricht von zu hohen Preisen, während Experten ein werbefinanziertes Modell erwarten. Steht dem Abo-Dienst ein radikaler Wandel bevor?
Ein internes Memo von Asha Sharma sorgt aktuell für Diskussionen rund um den Xbox Game Pass. Darin räumt die neue Xbox-Chefin offen ein, dass das Abo-Modell für viele Spieler*innen inzwischen schlicht zu teuer geworden sei.
Nach den jüngsten Preiserhöhungen liegt der Preis für die Ultimate-Stufe inzwischen bei rund 30 Euro im Monat - ein Niveau, das selbst treue Nutzer zunehmend kritisch sehen. Entsprechend sucht Microsoft nach neuen Wegen, um das Preis-Leistungs-Verhältnis wieder attraktiver zu gestalten.
Für Branchen-Analyst Joost van Dreunen ist die Richtung bereits klar: Der Game Pass könnte sich von einem klassischen Abo-Dienst hin zu einer umfassenden Plattform entwickeln.
Er beschreibt den Strategiewechsel in seinem aktuellen Artikel als Abkehr von der bisherigen Linie unter Phil Spencer, der stark auf Inhalte setzte - etwa durch Studio-Übernahmen und den Ausbau der Spielebibliothek. Stattdessen rückt nun ein Modell in den Fokus, das stärker auf Monetarisierung durch Werbung, Store-Gebühren und Reichweite setzt.
https://2playerz.de/p/xbox-game-pass-neue-abo-stufen-und-cloud-limits-im-gesprach
Ein möglicher Kern dieser Strategie ist ein deutlich günstigeres, dafür aber werbefinanziertes Abo-Modell. Inspiration liefert dabei Sharmas Vergangenheit beim Unternehmen Instacart, wo ähnliche Ansätze bereits erfolgreich umgesetzt wurden.
Van Dreunen sieht darin eine logische Entwicklung und verweist auf eine große Lücke im Markt:
„Gaming macht etwa 13 Prozent der Medienzeit der Konsumenten aus, aber weniger als 4 Prozent der digitalen Werbeausgaben. Diese zehnfache Lücke zwischen Aufmerksamkeit und Monetarisierung wird geschlossen werden. Streaming-Plattformen haben sich gegen Werbung gewehrt, bis sie es nicht mehr taten. Smart-TVs bauten ganze Geschäftsmodelle darauf auf. Ads erreichen am Ende jede verfügbare Oberfläche.“
Mit einem günstigen Modell - möglicherweise im Bereich von wenigen Euro monatlich - könnte Microsoft gezielt neue Nutzergruppen erschließen. Besonders im Fokus stehen dabei Gelegenheitsspieler*innen, die bisher nicht bereit sind, hohe Abo-Gebühren zu zahlen.
Das Ziel: Wachstum über Masse statt über Premium-Abos. Doch genau hier liegt auch das Risiko.
https://2playerz.de/p/game-pass-vor-wendepunkt-call-of-duty-konnte-rausfliegen
Der mögliche Strategiewechsel könnte langfristige Folgen für die Marke Xbox haben. Während ein günstiges Modell neue Nutzer*innen anzieht, besteht gleichzeitig die Gefahr, dass sich Core-Gamer*innen vom Angebot entfremden.
Van Dreunen bringt es auf den Punkt:
„Das klassische Konsolenmodell ist auf dem Rückzug. Was es ersetzt, sieht weniger nach einem Konsolengeschäft aus und mehr nach dem vertrauten Playbook der Tech-Plattformen. Die Frage ist: Wird die Loyalität der Xbox-Audienz diesen Übergang überleben?“
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