Kingdom Come: Deliverance setzte von Anfang an auf historische Authentizität statt Fantasy-Klischees. Die Entwickler von Warhorse hatten mehrere mögliche Schauplätze im Blick, entschieden sich letztlich aber bewusst für das mittelalterliche Böhmen.
Kingdom Come: Deliverance setzte von Anfang an auf historische Authentizität statt Fantasy-Klischees. Die Entwickler von Warhorse hatten mehrere mögliche Schauplätze im Blick, entschieden sich letztlich aber bewusst für das mittelalterliche Böhmen.
Mit der Veröffentlichung von Kingdom Come: Deliverance im Jahr 2018 betrat Warhorse Studios bewusst Neuland. Das Rollenspiel verzichtete auf Magie und Drachen und stellte stattdessen ein glaubwürdig simuliertes Mittelalter in den Mittelpunkt.
Dieser Anspruch spiegelte sich nicht nur im Kampfsystem und der Charakterentwicklung wider, sondern vor allem in der Wahl des historischen Settings.
Wie Design Director Viktor Bocan später erklärte, war Böhmen keineswegs von Beginn an gesetzt. Neben der letztlich gewählten Region prüfte das Team auch ein an die Robin-Hood-Zeit angelehntes England sowie das Deutschland des 15. Jahrhunderts. Beide Szenarien hätten grundsätzlich gut zu den spielerischen Ideen gepasst und boten ein vertrautes Mittelalterbild.
In der Praxis erwiesen sich diese Alternativen jedoch als problematisch. Der Anspruch von Warhorse Studios war es, eine Welt zu erschaffen, die sich nicht nur historisch korrekt anfühlt, sondern auch glaubwürdig auf Spielerhandlungen reagiert.
Bocan brachte es gegenüber GameRant so auf den Punkt:
„Ich glaube, der wichtigste Teil des Designs ist, dass man wirklich das Gefühl hat, dort zu sein und dass alle Systeme genau dieses Gefühl unterstützen.“
Ein bloßes Kulissen-Mittelalter kam für das Team nicht infrage.
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Als Studio mit Sitz in Prag verfügte Warhorse Studios bei der Darstellung Böhmens über einen entscheidenden Vorteil. Die Entwickler konnten auf regionale Kenntnisse, historische Quellen und persönliche Nähe zur Thematik zurückgreifen.
Unterstützt wurden sie dabei von der Historikerin Joanna Nowak, die eng mit dem Team zusammenarbeitete und Details zu Architektur, Kleidung, Alltagsleben und religiösen Praktiken beisteuerte.
Für die akribische Recherche nutzte das Team lokale Archive, Bibliotheken und Universitäten. Diese direkte Anbindung an die Geschichte Böhmens hätte es bei einem englischen oder deutschen Setting nicht gegeben. Dort hätte Warhorse Studios bei null anfangen müssen - ein Aufwand, der Zeitplan und Ressourcen massiv belastet hätte.
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Letztlich fiel die Wahl auf Böhmen, da hier Qualität und Vision am besten miteinander vereinbar waren. Bocan räumte offen ein, dass das Studio über andere Regionen damals schlicht „nichts“ wusste oder zumindest nicht genug, um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden.
Anstatt bei der Authentizität Abstriche zu machen, entschied sich das Team für den Weg, den es am sichersten beherrschte.
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