Kaum ein Rollenspiel überraschte 2025 so sehr wie Clair Obscur: Expedition 33. Während Kritiker den Titel mit einem Metascore von 92 feierten, rechnete das Team von Sandfall Interactive intern lediglich mit soliden 80er-Wertungen.
Kaum ein Rollenspiel überraschte 2025 so sehr wie Clair Obscur: Expedition 33. Während Kritiker den Titel mit einem Metascore von 92 feierten, rechnete das Team von Sandfall Interactive intern lediglich mit soliden 80er-Wertungen.
Was als ambitioniertes Indie-Projekt begann, entwickelte sich binnen weniger Monate zu einem der meistgelobten Spiele des Jahres. Clair Obscur: Expedition 33, das Erstlingswerk von Sandfall Interactive, dominierte 2025 nicht nur Award-Shows, sondern setzte sich auch bei Kritikern an der Spitze fest.
Ein Metascore von 92 Punkten katapultierte das Rollenspiel in eine Liga, in der sonst vor allem etablierte AAA-Marken vertreten sind - ein Szenario, mit dem intern kaum jemand gerechnet hatte.
Dass der Titel am Ende derart einschlagen würde, stand für das Entwicklerteam lange nicht fest. Produzent Francois Meurisse erklärte im Gespräch mit dem Edge-Magazin (via GamesRadar), dass man sich früh bewusst gegen überzogene Erwartungen entschieden habe. Stattdessen setzte das Studio rund ein Jahr vor Release auf sogenannte „Mock Reviews“, bei denen externe Berater frühe Fassungen bewerteten.
„Wir landeten bei erwarteten Scores von etwa 80. Unser offizielles Ziel gegen Ende der Produktion war es daher, die 85 auf Metacritic anzupeilen“, so Meurisse.
Alles darüber hinaus sei eher Wunschdenken gewesen.
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Auch Art Director Nicholas Maxson-Francombe beschreibt die Stimmung im Team als überraschend nüchtern. Intern habe man sogar Wetten auf den späteren Metacritic-Score abgeschlossen - die meisten Tipps bewegten sich im Bereich niedriger bis mittlerer 80er.
„Wir dachten, es sei ein ziemlich ordentliches Spiel. Wir waren stolz auf unsere Arbeit, aber selbst wenn die Verkaufszahlen niedrig geblieben wären, wären wir glücklich gewesen“, erinnert er sich.
Der Gedanke an eine 90er-Wertung sei kaum jemandem ernsthaft gekommen.
Lead Programmer Tom Guillermin sieht die Fehleinschätzung vor allem in der langen Entwicklungszeit begründet. Wer jahrelang an denselben Systemen arbeite, verliere zwangsläufig den Blick von außen.
„Es ist schwer einzuschätzen, wie gut das Spiel wirklich ist, weil man von den ersten, sehr unfertigen Versionen voreingenommen ist. Man hat noch roboterhafte Text-zu-Sprache-Stimmen statt echtem Schauspiel und all diese Dinge im Kopf.“
Diese frühen Eindrücke hätten das Team mental nie ganz losgelassen.
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Rückblickend zahlte sich die konservative Planung aus. Meurisse betont, dass es zu seinem Job gehöre, „das Schlimmste zu planen und auf das Beste zu hoffen“, um Druck vom Team zu nehmen.
„Aber die Mühe hat sich gelohnt, denn wir haben das Beste, was wir uns hätten erhoffen können, bei weitem übertroffen.“
Clair Obscur: Expedition 33 ist seit dem 24. April 2025 für PS5, Xbox Series X/S und PC erhältlich.
PS Plus Premium bietet aktuell eine zweistündige Testversion, während Abonnent*innen des Xbox Game Pass das Rollenspiel ohne Zusatzkosten spielen können.
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