Fallout: New Vegas gilt für viele als Höhepunkt der Reihe - doch intern bei Bethesda sorgte dieser Erfolg für gemischte Gefühle. Ein Entwickler erklärt, warum Lob für Obsidian auch Frust auslöste.
Fallout: New Vegas gilt für viele als Höhepunkt der Reihe - doch intern bei Bethesda sorgte dieser Erfolg für gemischte Gefühle. Ein Entwickler erklärt, warum Lob für Obsidian auch Frust auslöste.
Die Wurzeln von Fallout liegen nicht bei Bethesda, sondern bei den ursprünglichen Schöpfern Tim Cain und Leonard Boyarsky, die die Marke bei Black Isle Studios aufgebaut haben. Erst Jahre später sicherte sich Bethesda die Rechte an der Reihe und leitete mit Fallout 3 im Jahr 2008 eine neue Ära ein.
Mit diesem Schritt veränderte sich nicht nur die Perspektive des Spiels, sondern auch die gesamte Ausrichtung der Serie - weg vom klassischen Rollenspiel hin zu einem offenen RPG-Shooter.
Trotz dieses Neustarts gilt für viele Spieler*innen nicht Fallout 3, sondern Fallout: New Vegas als der stärkste moderne Ableger. Das Besondere daran: Entwickelt wurde der Titel nicht von Bethesda selbst, sondern von Obsidian Entertainment.
Gerade dieser Umstand führte intern offenbar zu gemischten Reaktionen. In einem Interview sprach Jonah Lobe, der als Character Artist an Bethesdas Projekten beteiligt war, offen darüber, wie er die anhaltende Begeisterung für New Vegas zunächst aufgenommen hat.
„Es kommen immer wieder Leute, die sagen: ‘New Vegas ist das Beste! Bethesda ist scheiße!’, und ich denke mir nur: ‘Okay’. Ich war anfangs etwas empfindlich, weil ich dachte, wir haben 90 Prozent der Grafiken erstellt, wir haben die Engine entwickelt. Wir haben all das gemacht und wir haben es in einem sehr begrenzten Zeitfenster geschafft. Sie konnten sich einfach auf die Geschichten konzentrieren.“
https://2playerz.de/p/fallout-remakes-lassen-auf-sich-warten-fallout-3-wohl-vor-new-vegas
Ein zentraler Punkt der Diskussion: Obsidian Entertainment konnte bei New Vegas auf bestehende Technik und Inhalte zurückgreifen. Grundlage war die Gamebryo-Engine, die ursprünglich für Fallout 3 entwickelt wurde und später in die Creation Engine überging, die unter anderem bei Skyrim, Fallout 4 und Starfield zum Einsatz kam.
Dadurch musste sich das Team weniger auf technische Grundlagen konzentrieren und konnte den Fokus stärker auf Storytelling, Entscheidungen und komplexe Handlungsverläufe legen - genau jene Aspekte, die von Fans besonders gelobt werden.
Lobe zeigte sich dabei durchaus selbstkritisch gegenüber dem eigenen Werk und erkannte die Stärken von New Vegas klar an:
„Obsidian hat es grandios gemacht. Ich finde, sie haben wunderbare Arbeit geleistet, und es hat mich ein wenig traurig gestimmt, dass unser Designteam sich nicht dieselbe Art - vielleicht hatten sie einfach nicht die Zeit oder die Kapazitäten - umsetzen konnte. Sie haben einfach nicht denselben Umfang an wirklich ambitionierten Elementen wie ‘riesige Handlungsbögen, vielfältige Wahlmöglichkeiten’ umgesetzt.“
https://2playerz.de/p/fallout-3-remastered-neuer-leak-durch-spielzeugfigur-entfacht-geruchte-um-bethesda-neuauflage
Neben der technischen Grundlage spielte auch die Entwicklungszeit eine entscheidende Rolle. Obwohl New Vegas heute als Meilenstein gilt, entstand das Spiel unter enormem Zeitdruck.
Lediglich rund 18 Monate standen dem Team zur Verfügung - ein Rahmen, den selbst Bethesda-Entwickler rückblickend als problematisch einordnen. Laut Lobe führte dieser enge Zeitplan zu einem „unfairen Zeitdruck“, der die Entwicklung zusätzlich erschwerte.
Umso bemerkenswerter erscheint im Nachhinein, welchen Status sich Fallout: New Vegas trotz dieser Bedingungen erarbeiten konnte und warum die Diskussion um den „besten“ Teil der Reihe bis heute anhält.
Die Wurzeln von Fallout liegen nicht bei Bethesda, sondern bei den ursprünglichen Schöpfern Tim Cain und Leonard Boyarsky, die die Marke bei Black Isle Studios aufgebaut haben. Erst Jahre später sicherte sich Bethesda die Rechte an der Reihe und leitete mit Fallout 3 im Jahr 2008 eine neue Ära ein.
Mit diesem Schritt veränderte sich nicht nur die Perspektive des Spiels, sondern auch die gesamte Ausrichtung der Serie - weg vom klassischen Rollenspiel hin zu einem offenen RPG-Shooter.
Trotz dieses Neustarts gilt für viele Spieler*innen nicht Fallout 3, sondern Fallout: New Vegas als der stärkste moderne Ableger. Das Besondere daran: Entwickelt wurde der Titel nicht von Bethesda selbst, sondern von Obsidian Entertainment.
Gerade dieser Umstand führte intern offenbar zu gemischten Reaktionen. In einem Interview sprach Jonah Lobe, der als Character Artist an Bethesdas Projekten beteiligt war, offen darüber, wie er die anhaltende Begeisterung für New Vegas zunächst aufgenommen hat.
„Es kommen immer wieder Leute, die sagen: ‘New Vegas ist das Beste! Bethesda ist scheiße!’, und ich denke mir nur: ‘Okay’. Ich war anfangs etwas empfindlich, weil ich dachte, wir haben 90 Prozent der Grafiken erstellt, wir haben die Engine entwickelt. Wir haben all das gemacht und wir haben es in einem sehr begrenzten Zeitfenster geschafft. Sie konnten sich einfach auf die Geschichten konzentrieren.“
https://2playerz.de/p/fallout-remakes-lassen-auf-sich-warten-fallout-3-wohl-vor-new-vegas
Ein zentraler Punkt der Diskussion: Obsidian Entertainment konnte bei New Vegas auf bestehende Technik und Inhalte zurückgreifen. Grundlage war die Gamebryo-Engine, die ursprünglich für Fallout 3 entwickelt wurde und später in die Creation Engine überging, die unter anderem bei Skyrim, Fallout 4 und Starfield zum Einsatz kam.
Dadurch musste sich das Team weniger auf technische Grundlagen konzentrieren und konnte den Fokus stärker auf Storytelling, Entscheidungen und komplexe Handlungsverläufe legen - genau jene Aspekte, die von Fans besonders gelobt werden.
Lobe zeigte sich dabei durchaus selbstkritisch gegenüber dem eigenen Werk und erkannte die Stärken von New Vegas klar an:
„Obsidian hat es grandios gemacht. Ich finde, sie haben wunderbare Arbeit geleistet, und es hat mich ein wenig traurig gestimmt, dass unser Designteam sich nicht dieselbe Art - vielleicht hatten sie einfach nicht die Zeit oder die Kapazitäten - umsetzen konnte. Sie haben einfach nicht denselben Umfang an wirklich ambitionierten Elementen wie ‘riesige Handlungsbögen, vielfältige Wahlmöglichkeiten’ umgesetzt.“
https://2playerz.de/p/fallout-3-remastered-neuer-leak-durch-spielzeugfigur-entfacht-geruchte-um-bethesda-neuauflage
Neben der technischen Grundlage spielte auch die Entwicklungszeit eine entscheidende Rolle. Obwohl New Vegas heute als Meilenstein gilt, entstand das Spiel unter enormem Zeitdruck.
Lediglich rund 18 Monate standen dem Team zur Verfügung - ein Rahmen, den selbst Bethesda-Entwickler rückblickend als problematisch einordnen. Laut Lobe führte dieser enge Zeitplan zu einem „unfairen Zeitdruck“, der die Entwicklung zusätzlich erschwerte.
Umso bemerkenswerter erscheint im Nachhinein, welchen Status sich Fallout: New Vegas trotz dieser Bedingungen erarbeiten konnte und warum die Diskussion um den „besten“ Teil der Reihe bis heute anhält.
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