Nach dem Release von Dispatch auf Nintendo Switch und Switch 2 sorgt eine nicht abschaltbare Zensur für Diskussionen. Nintendo hat nun Stellung bezogen, ohne konkrete Gründe für die Einschränkungen zu nennen.
Nach dem Release von Dispatch auf Nintendo Switch und Switch 2 sorgt eine nicht abschaltbare Zensur für Diskussionen. Nintendo hat nun Stellung bezogen, ohne konkrete Gründe für die Einschränkungen zu nennen.
Mit Dispatch veröffentlichte AdHoc Studio, ein Team aus ehemaligen Entwicklern von Telltale Games, Ubisoft und Night School Studio, 2025 ein episodisches Story-Abenteuer für PS5 und PC. Während das Spiel auf den anderen Systemen unverändert erschien, wurde bekannt, dass die Switch-Fassungen dauerhaft zensiert sind.
Konkret betrifft dies kurze Szenen mit nackten Körperteilen, die laut Entwickler nicht sexualisiert, sondern bewusst humorvoll inszeniert sind. Zwar verfügt Dispatch grundsätzlich über eine optionale Zensur-Einstellung, doch auf Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 ist diese Funktion fest aktiviert und lässt sich nicht deaktivieren.
Nach wachsender Kritik aus der Community veröffentlichte Nintendo ein offizielles Statement, das unter anderem GoNintendo vorliegt. Darin stellt der Konzern klar, dass Inhalte nicht direkt von Nintendo verändert werden.
„Nintendo verlangt für alle Spiele auf seinen Plattformen eine Altersfreigabe durch unabhängige Prüfstellen sowie die Einhaltung unserer Content- und Plattformrichtlinien“, erklärt das Unternehmen.
Weiter heißt es:
„Sollte ein Titel diese Vorgaben nicht erfüllen, informieren wir unsere Partner entsprechend. Nintendo selbst nimmt jedoch keine inhaltlichen Änderungen vor und äußert sich nicht zu einzelnen Bewertungsentscheidungen.“
Konkrete Gründe für die Zensur von Dispatch nannte Nintendo dabei ausdrücklich nicht.
https://2playerz.de/p/dispatch-nintendo-erzwingt-zensur-auf-switch-entwickler-bestatigen-eingriffe
Als mögliche Erklärung wird die Struktur des Nintendo eShop diskutiert. Häufig wird dort nur eine einzige Version eines Spiels angeboten, die sich je nach Systemregion automatisch anpasst. In solchen Fällen muss dieselbe Fassung die Vorgaben sämtlicher regionaler Altersfreigaben erfüllen - ein Problem, da diese weltweit stark variieren.
Gerade Darstellungen von Nacktheit werden in einigen Regionen deutlich strenger bewertet. Um Konflikte zu vermeiden, könnten Publisher gezwungen sein, problematische Inhalte global zu entschärfen, selbst wenn sie in anderen Märkten problemlos erlaubt wären.
https://2playerz.de/p/dispatch-entwickler-bestatigen-gestrichene-sexszenen-fehlendes-budget-als-hauptgrund
Dass es auch anders geht, zeigte CD Projekt bereits bei Cyberpunk 2077. Für die Switch-2-Version veröffentlichte das Studio getrennte Fassungen: Während westliche Märkte eine Version mit expliziten Inhalten erhielten, wurde im japanischen eShop eine separate, CERO-Z-Variante ohne Nacktheit und Enthauptungen angeboten.
Ein ähnlicher Ansatz hätte möglicherweise auch bei Dispatch eine unzensierte Veröffentlichung auf Nintendo-Systemen ermöglicht - wurde von den Entwicklern jedoch offenbar nicht umgesetzt.
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