Ex-Nintendo-Präsident Reggie Fils-Aimé hat in einem NYU-Vortrag über einen früheren Konflikt mit Amazon gesprochen. Wegen Preisforderungen habe Nintendo die Zusammenarbeit zeitweise beendet - aus Sorge vor illegalen Absprachen im Handel.
Ex-Nintendo-Präsident Reggie Fils-Aimé hat in einem NYU-Vortrag über einen früheren Konflikt mit Amazon gesprochen. Wegen Preisforderungen habe Nintendo die Zusammenarbeit zeitweise beendet - aus Sorge vor illegalen Absprachen im Handel.
Der ehemalige Präsident von Nintendo, Reggie Fils-Aimé, hat in einem Vortrag an der NYU Einblicke in einen früheren Konflikt mit Amazon gegeben. Demnach habe es in der Vergangenheit ernsthafte Spannungen zwischen beiden Unternehmen gegeben, als Amazon versuchte, aggressiv in den Gaming-Markt einzusteigen.
Konkret ging es um die Forderung nach extrem niedrigen Verkaufspreisen - teils sogar unter dem Niveau großer Händler wie Walmart. Nintendo habe diese Forderung jedoch abgelehnt.
„Die Denkweise von Amazon damals war, dass sie den niedrigsten Preis auf dem Markt haben wollten, sogar noch niedriger als Walmart. Und einer ihrer Führungskräfte hat mich angerufen… nun, das war ein Gespräch, das zu mir durchgestellt wurde, nachdem es alle Ebenen meiner Vertriebsorganisation durchlaufen hatte, und im Wesentlichen wollte Amazon eine obszöne Menge an Unterstützung, finanzielle Unterstützung, damit sie den niedrigsten Preis haben und Walmart schlagen konnten. Ich habe dem Führungskraft wörtlich gesagt: ‚Du weißt, dass das illegal ist, oder? Ich kann das nicht machen.‘ Dann herrscht Stille am anderen Ende: ‚Aber genau das will ich.‘“, so Fils-Aimé.
Laut Reggie Fils-Aimé verlangte Amazon erhebliche finanzielle Unterstützung, um Konsolen und Spiele zu Dumpingpreisen anbieten zu können. Die Reaktion der Nintendo-Seite sei klar gewesen:
Er habe dem Amazon-Management erklärt, dass solche Absprachen rechtlich problematisch seien und nicht umgesetzt werden könnten.
Als Folge der Differenzen habe Nintendo laut Fils-Aimé die Zusammenarbeit mit Amazon vorübergehend beendet. Ziel sei gewesen, die eigene Preis- und Vertriebsstrategie zu schützen und keine unfairen Marktbedingungen zu akzeptieren.
„Wörtlich gesagt haben wir aufgehört, an Amazon zu verkaufen, und das lag daran, dass ich nichts Illegales machen wollte. Ich wollte nichts tun, was die Beziehung gefährdet, die wir zu anderen Händlern haben. Aber es hat auch die Grundlage dafür geschaffen zu sagen: Schau, du wirst mich nicht herumkommandieren. So machen wir Geschäfte. Und so baut man über die Zeit Respekt auf.“
Diese Entscheidung habe laut ihm auch ein Signal an andere Handelspartner gesendet, dass Nintendo nicht bereit sei, unter Druck unvorteilhafte Deals einzugehen.
Im Rückblick sieht Fils-Aimé die Entscheidung als Teil einer langfristigen Strategie, um stabile Beziehungen im Einzelhandel aufzubauen. Heute gilt Nintendo als stark im globalen Vertrieb aufgestellt, auch wenn sich die Zusammenarbeit mit einzelnen Plattformen im Laufe der Jahre verändert hat.
Der Vorfall wird zudem im Kontext der heutigen Konsolenstrategie diskutiert - insbesondere rund um die neue Hardware Switch 2 und deren Vertriebskanäle.
https://2playerz.de/p/reggie-fils-aime-erklart-nintendo-politik-warum-das-unternehmen-bewusst-auf-entlassungen-verzichtete
Der Bericht zeigt weniger einen klassischen Streit als vielmehr einen Grundsatzkonflikt zwischen aggressiver Plattformstrategie und traditionellem Konsolenvertrieb. Nintendo entschied sich dabei klar für den Schutz des eigenen Geschäftsmodells.
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