Microsoft passt seine Game-Pass-Strategie rund um Call of Duty an. Neue Teile erscheinen künftig später im Abo. Aktuelle Zahlen zeigen deutlich: Mehr Spieler*innen führten nicht zu höheren Einnahmen - mit spürbaren Folgen für Xbox.
Microsoft passt seine Game-Pass-Strategie rund um Call of Duty an. Neue Teile erscheinen künftig später im Abo. Aktuelle Zahlen zeigen deutlich: Mehr Spieler*innen führten nicht zu höheren Einnahmen - mit spürbaren Folgen für Xbox.
Die Integration von Call of Duty: Black Ops 6 in den Game Pass sorgte zunächst für einen deutlichen Anstieg der Spielerzahlen auf Xbox. Laut den auf Call of Duty HQ basierenden Daten von Newzoo (via Gamesindustry.biz) stiegen die monatlich aktiven Nutzer (MAU) in mehreren Kernmärkten spürbar an.
Ein Blick auf die Verteilung zeigt die Entwicklung im Detail:
MW3 |
PC: 31 % |
PlayStation: 46 % |
Xbox: 23 % |
| BO6 | PC: 21 % | PlayStation: 46 % | Xbox: 34 % |
| BO7 |
PC: 13 % |
PlayStation: 57 % |
Xbox: 29 % |
Gerade der Sprung von 23 % auf 34 % bei Xbox unterstreicht den kurzfristigen Erfolg des Game Pass. Dennoch blieb der wirtschaftliche Effekt aus. Während PlayStation steigende Umsätze verzeichnete, stagnierten die Einnahmen auf Xbox oder gingen teilweise sogar zurück.
„Der Anstieg des Nutzerengagements schlug sich also nicht in einem Wachstum der Premium-Abonnements auf Xbox nieder. Wir interpretieren dies als direkten Beweis dafür, dass der Game Pass den Kauf von Vollversionen von Spielen ersetzt“, so Manu Rosier von Newzoo.
Mit Black Ops 7 setzte sich der Trend nicht nur fort, sondern nahm deutlich negativere Ausmaße an. Die Aktivität auf Xbox fiel auf 29 %, während gleichzeitig ein massiver Rückgang der monatlich aktiven Nutzer*innen zu verzeichnen war.
Konkret sank die MAU um 52 % im Vergleich zu Black Ops 6, während auch die Einnahmen deutlich unter den Erwartungen blieben.
Ein Blick auf die Umsätze verdeutlicht die Entwicklung weiter:
MW3 |
BO6 |
BO7 |
|
PlayStation: 361,3 Mio. (46 %) |
PlayStation: 518,4 Mio. (51 %) |
PlayStation: 180,4 Mio. (61 %) |
|
PC: 226,4 Mio. (29 %) |
PC: 274,7 Mio. (27 %) |
PC: 58,5 Mio. (20 %) |
|
Xbox: 195,8 Mio. (25 %) |
Xbox: 185,6 Mio. (18 %) |
Xbox: 55,3 Mio. (19 %) |
| Gesamt: 783,5 Mio. |
Gesamt: 1.018,6 Mio. |
Gesamt: 294,3 Mio. |
Diese Zahlen zeigen klar: Trotz kurzfristiger Reichweitengewinne konnte Xbox wirtschaftlich nicht mithalten. Besonders auffällig ist der starke Einbruch bei Black Ops 7, sowohl bei den Nutzerzahlen als auch bei den Einnahmen.
Vor diesem Hintergrund hat Microsoft seine Strategie angepasst. Neue Teile der Reihe sollen künftig nicht mehr direkt zum Release im Game Pass erscheinen, sondern erst nach etwa einem Jahr.
Damit reagiert das Unternehmen auf den Effekt, dass das Abo-Modell offenbar direkte Verkäufe ersetzt hat, anstatt zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Parallel dazu wurden auch die Preise gesenkt:
Xbox Game Pass Ultimate: von 26,99 € auf 20,99 €
PC Game Pass: von 14,99 € auf 12,99 €
Ziel ist es, die Attraktivität des Angebots zu erhalten, während gleichzeitig die Einnahmen stabilisiert werden sollen.
https://2playerz.de/p/xbox-game-pass-wird-gunstiger-aber-mit-einem-haken-fur-call-of-duty
Die Entwicklung macht deutlich, dass hohe Spielerzahlen allein kein nachhaltiges Geschäftsmodell garantieren. Microsoft versucht nun, eine neue Balance zwischen Abo-Service und klassischen Verkäufen zu finden.
Auch bei Activision deutet sich ein Umdenken an. Statt weiterhin strikt auf jährliche Releases zu setzen, könnte die Marke künftig stärker langfristig gepflegt und ausgebaut werden.
Die kommenden Monate dürften zeigen, ob dieser Kurswechsel ausreicht, um sowohl wirtschaftlich als auch bei der Spielerbasis wieder stärker zu wachsen.
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